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Stadtrundgang auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Zu einem etwas anderen Stadtrundgang in Detmold lud der „Antifaschistische Arbeitskreis Detmold“ ein. „Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold“ erfuhren die Teilnehmerinnen an Hand historischer Fotos und an Originalschauplätzen etwas über die Verfolgung von Juden, den Widerstand und das gesellschaftliche Klima damals in Detmold.

„Gerade angesichts angestiegener neonazistischer Aktivitäten z.B. um den neuen Treffpunkt im Bahnhof in Lage-Ehlenbruch, dem Antisemitismus und der Diskriminierung von Flüchtlingen ist es wichtig, sich mit der NS-Zeit hier in Detmold auseinander zu setzen, denn nur wer bereit ist aus der Vergangenheit zu lernen welche mörderischen Folgen die NS-Ideologie gehabt hat, kann heute die gesellschaftliche Bedeutung des Neonazismus richtig beurteilen und so engagiert auf die Gefahren des Neofaschismus aufmerksam machen.“

Der Rundgang informierte darum nicht nur an Hand prägnanter Beispiele über die langsame Ausgrenzung von Juden aus dem gesellschaftlichen Leben in Detmold, über die Ereignisse der Reichspogromnacht, über die Deportationen in die Vernichtungslager, über die Täter, sondern auch über den mutigen Widerstand gegen die Nazipolitik.

Thematisiert wurden ebenso das Fortwirken des NS-Gedankenguts in heutigen Neonazi-Gruppen und das von vielen nur mit Erstaunen zur Kenntnis genommene Wirken dieser Gedanken in die „Mitte der Gesellschaft“.

Zu jeweils drei historischen Daten (Antirassismustag, Tag der Befreiung und Antikriegstag) finden die Stadtrundgänge statt – auf Nachfrage auch für Gruppen besonders gern für Jugendgruppen und Schulklassen – Siehe Rubrik Stadtrundgänge! Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden; Eintritt wird nicht erhoben.

Wer sich im Arbeitskreis engagieren und mitarbeiten möchte ist alle vierzehn Tage Montags herzlich willkommen. Treffen: Siehe Kalender.