Vortrag: Die Solidaritätsorganisation Rote Hilfe mit der Autorin Silke Makowski am Do. 26.11. um 19.00 Uhr, Stadthalle Detmold, kleiner Saal, Eingang Schlosspark

 

Die Solidaritätsorganisation Rote Hilfe

 Die Rote Hilfe Deutschlands in der Weimarer Republik

und im Widerstand gegen den NS-Faschismus –

Der Verein Rote Hilfe Heute

Die Rote Hilfe Deutschlands (RHD), eine KPD-nahe Solidaritätsorganisation mit zuletzt rund einer Million Mitgliedern, setzte sich ab 1924 für die politischen Gefangenen und ihre Familien ein. Sie unterstützte die Betroffenen materiell, leistete juristische Hilfe für Angeklagte und setzte sich mit politischen Kampagnen für eine Vollamnestie und gegen Gesetzesverschärfungen ein. 1933 wurde die RHD von den Nazis verboten, leistete aber noch jahrelang antifaschistischen Widerstand und stand den Verfolgten zur Seite.

Der Vortrag mit Autorin Silke Makowski (“Geschichte der Roten Hilfe”, 2025) stellt die Arbeit der RHD in der Weimarer Republik und im NS-Faschismus vor und geht dabei auch auf Beispiele aus der Region ein.

Zum Abschluss wird ein Bogen zur heutigen Solidaritätsorganisation Roten Hilfe e.V. geschlagen, die sich in dieser Tradition sieht.

2026

 

Mitmachen: Treffen im Netz: www.antifa-detmold.de

Kundgebung gegen rechte Hermann-Marschierer – Detmold bleibt bunt! Sa. 3.10. 13.00 Bahnhofvorplatz

Es lädt ein: Ein breites Bündnis antifaschistischer Gruppen und Organisationen, sowie Parteien und Kirchen, Gewerkschaften …

Wie wirken Verbote von Nazi-Gruppen? Vortrag Do. 8.10. 19.00 Stadthalle, kleiner Saal, Eingang Schlosspark.

Vortrag mit Dr. Karsten Wilke, Hochschule Düsseldorf, Forschungsschwerpunkt: Rechtsextremismus/Neonazismus

Wie wirken Verbote von Nazigruppen?

  Der Vortrag befasst sich mit der Entstehung von Vereinigungsverboten gegen rechtsextreme Vereinigungen und thematisiert besonders die Wirkung der Verbotsmaßnahmen auf jugendliche Mitglieder.

Vereinigungsverbote sind ein häufig genutztes Mittel zur Bekämpfung des Rechtsextremismus, jedoch ist über die Entstehungszusammenhänge und die Folgen dieser Maßnahmen nur wenig bekannt. Der Vortrag befasst sich u.a. mit den Verboten der „Wiking-Jugend“ (1994) und der „Heimattreuen Deutschen Jugend” (2009). Beide Vereinigungen verfolgten ausdrücklich das Ziel, Jugendliche im Geist des Nationalsozialismus zu erziehen. Beide waren auch hier in Lippe jahrelang aktiv. Gerade vor dem Hintergrund, dass zur Zeit eine große Affinität bei Jugendlichen besteht, sich völkischen und neonazistischen Formationen anzuschließen (z.B. “Letzte Verteidigungswelle”), nimmt der Vortrag die Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Interventionen in den Blick – nicht zuletzt, um zugleich die Notwendigkeit auch pädagogischen und zivilgesellschaftlichen Engagements zu betonen.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Es lädt ein: Antifaschistischer Arbeitskreis Detmold, Antifaschistische Kultur und Bildung mit Unterstützung von “Demokratie leben”.

Ignorieren, gegenhalten, melden? RechtspopulistInnen und soziale Medien, Vortrag mit Sabine Reimann, Di. 16.6.2026 19.00 Stadthalle, kleiner Saal, Eingang Schlosspark.

Wie Rechtspopulist*innen soziale Medien nutzen und wie man sich online gegen Hetze stellen kann.

Die extreme Rechte nutzt die Sozialen Medien intensiv – etwa um neue Anhängerschaften anzusprechen und zu vernetzen, um Diskurse von rechtaußen zuzuspitzen und auch ganz konkret, um Demokrat*innen mit digitalen Hetz-Kampagnen einzuschüchtern. Vor allem auf TikTok erscheinen völlig entgrenzte Formen von Rassismus, Antisemitismus oder den NS-den Ideen der radikalen Rechten. Wie diese dort agiert und wie das funktioniert, zeigt die Referentin anhand von konkreten Beispielen.

 Davon ausgehend soll es darum gehen, wie wir auch online extrem rechter Agitation und Hetze begegnen und wie eigene, antifaschistische Interventionen und solidarische Inhalte auf den Plattformen gestaltet werden können.

Sabine Reimann ist in Forschung, Lehre und historisch-politischer Bildung als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf tätig. Sie veröffentlichte zusammen mit Fabian Virchow den Sammelband „Und damit kam die Angst …“. Der rechtsterroristische Anschlag am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn. Berlin, 2025.

Wir unterstützen folgende Proteste am 9. Mai 2026: Gemeinsam gegen AfD Propaganda um 10.00 Uhr Theaterplatz und um 14.00 Uhr gegen Ausgrenzung von Minderheiten , Hasselter Platz.

Gepaltene Gesellschaft, gespaltene Jugend? Wie würde ein Verbot einer Partei auf das Gemeinwesen wirken? Vortrag Do. 10.9. 19.00 Uhr Stadthalle Rosental, kleiner Saal, Eingang Schlosspark. Mit Prof. Dr. Fabian Virchow, Universität Düsseldorf, Leiter des Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA).

Politische Debatten werden schärfer, gesellschaftliche Gräben tiefer – besonders auch unter jungen Menschen. Eine Partei steht dabei immer wieder im Zentrum der Kontroversen: durch provokante Positionen, migrationspolitische Zuspitzungen und wiederholte Grenzüberschreitungen im öffentlichen Diskurs.

Sollte ein Verbot ein legitimes Mittel sein, um die Demokratie zu schützen? Oder würde es die Spaltung weiter verschärfen?

Gemeinsam mit Prof. Dr. Virchow, Leiter des Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA) diskutieren wir über Ursachen gesellschaftlicher Spaltung, die Rolle politischer Akteure und die möglichen Folgen eines Parteiverbotes.

Unterstützung des bundesweiten Schulstreiks gegen die Wehrpflicht: Demonstration Do.5.3. um 17.00 Detmold, Marktplatz

  1. Wir unterstützen den SCHULSTREIK

    GEGEN WEHRPFLICHT

    5.3. Demonstration, 17.00 Marktplatz, Detmold

    Gemeinsam für den Frieden!
    WIR SAGEN NEIN ZUR WEHRPFLICHT!

    NEIN ZU ALLEN ZWANGSDIENSTEN!

    Nein zur Militarisierung der Gesellschaft!

    Fast im Wortlaut – der Aufruf zum Schulstreik:

    „Am 5. Dezember hat die Bundesregierung im Bundestag gegen unseren Willen über unsere Zukunft entschieden und hat erste Schritte hin zur Wiedereinführung der Wehrpflicht beschlossen:verpflichtende Fragebögen für junge Männer ab jetzt, verpflichtende Musterung ab Juli 2027. Die Mehrheit der Jugendlichen lehnt die Wehrpflicht ab.Bis jetzt waren schon über 55.000 Schüler*innen dagegen auf der Straße und haben die Schule bestreikt. Für die Wehrpflicht gab es keine einzige Demo.Damit haben wir in der ganzen Bundesrepublik Deutschland deutlich gemacht:Wir machen da nicht mit!Informiere dich über geplante Aktionen in deiner Stadt oder organisiere mit deiner SV/SMV oder deinen Freund*innen selbst einen Schulstreik oder eine Aktion an deiner Schule!

    Schulstreik gegen Wehrpflicht: WIR WERDEN ZEIGEN, DASS DIE JUGEND KEINE FRAGEBÖGEN,KEINE WEHRPFLICHT,KEINEN KRIEG WILL!Für uns ist klar: Der 5. Dezember war erst der Anfang.AM 5. MÄRZ IST UNSER PLATZ AUF DER STRASSE UND NICHT IM KLASSENZIMMER!

    Die Bundeswehr will an unseren Schulen werben.Wir wollen Friedensbildung!Rheinmetall (Rüstungskonzern, u.a. Panzerbau) will, dass die Aktien weiter steigen.Wir wollen Geld für Bildung und Soziales! Merz will, dass die Bundeswehr die größte Armee Europas wird.Wir wollen Frieden! Pistorius will, dass wir kriegstüchtig werden.Wir wollen eine Zukunft!“

Wir in Lippe unterstützen diesen Aufruf und freuen uns über eine große Beteiligung bei der Demonstration! Zeigen wir uns mit den jungen Erwachsenen, die sich verweigern, solidarisch!

Es rufen auf: Antifaschistischer Arbeitskreis Detmold, Die Linke Stadtverband Detmold + Kreisverband, Linksjugend Lippe, Die Partei Ortsverband Detmold + KV Lippe, DFGVK OWL, und viele andere …. weitere UnterstützerInnen, die nicht zur AFD oder zur Naziszene gehören sind willkommen!

 

Als Geflüchteter in Lippe. Vortrag mit Frank Gockel am Mittwoch 12.11.2025 Stadthalle Detmold, 19.00 Uhr, Rosental, Kleiner Saal, Eingang Schlosspark.

Artikel 16a Grundgesetz:

Politisch Verfolgte genießen Asylrecht

Geflüchtete in Lippe – ihre Sorgen, ihre Nöte und Ängste – Sind diese Menschen hier sicher vor Abschiebung und Verfolgung? Wie sieht es aus mit Arbeit und Wohnungen? Wie mit der Nachbarschaft?

mit Frank Gockel, Hilfe für Menschen in Abschiebehaft e.V.
Der Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft“ wurde mit dem „Aachener Friedenspreis“ ausgezeichn

Menschenfeindlichkeit in den Programmen der Parteien zur Kommunalwahl – Vortrag mit Andreas Kemper, Autor, Soziologe, Münster am Mittwoch 10.9. um 19.00 Uhr in Detmold, Stadthalle, Kleiner Saal, Rosental, Eingang Schlosspark.

Gibt es wirklich menschenfeindliches Gedankengut von Parteien in Kommunalwahlprogrammen? Auf den ersten Blick vielleicht nicht bei Allen – aber es lohnt sich doch genauer hin zu gucken.

Beispielsweise wird wenig ausgesagt über die Offenheit zur Aufnahme Geflüchteter oder zum Thema Abschiebungen und Abschiebehaft – ein Thema über das man oft überhaupt nichts erfährt; dabei ist Abschiebehaft per se eine rassistische Maßnahme und wird darum zurecht – auch von europäischen Institutionen -  immer wieder scharf kritisiert.

Wird in der Stadt und Gemeinde wirklich menschlich mit Obdachlosen umgegangen oder gibt es nicht immer wieder Diskussionen darüber, ob sie an dem Ort, an dem sie sich aufhalten, sich wirklich aufhalten dürfen und sollen?

Und wie sieht es aus mit Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind – gibt sich die Stadtgesellschaft genügend Mühe diese zu integrieren und eben nicht aus zu grenzen?

Auch jetzt im Wahlkampf plakatiert das Wort “Remigration”! Es bezeichnet einen rassistischen Vorgang der Ausgrenzung und Ablehnung von Minderheiten, welche auch immer damit gemeint sein sollen.

Trauer um Sabine

Ich bin aus Anstand Antifaschistin geworden.”
“ Marlene Dietrich

Sabine Lücke
26.11.1961 – 2.6.2025

Wir sind sehr traurig, weil wir eine engagierte Streiterin
für Demokratie und gegen Rassismus verloren haben.
Antifaschistischer Arbeitskreis Detmold

Birgit, Doris, Gabi, Jenny, Nadine, Roberta, Ute, Peter,
Philipp, Tobias, Volker und alle Anderen

Kondolenzanschrift: wegezumabschied,
Plantagenweg 51, 32758 Detmold

Nachruf für Sabine Lücke

Der „Antifaschistische Arbeitskreis Detmold“ (gegründet 1981) trauert um seine langjährige Mitstreiterin Sabine Lücke, die mit 63 Jahren im Juni verstorben ist. Sie war besonders aktiv bei dem Engagement für das Recht auf Asyl und der Unterstützung für das Offenhalten von Fluchtwegen für Menschen aus Bürgerkriegsgebieten.

Um den Neonazis der HDJ (Heimattreue Deutsche Jugend) etwas entgegen zu setzen, organisierte sie – auch auch mit der Unterstützung anderer Gruppen – Sonntagsspaziergänge gegen einen führenden HDJ-ler aus Berlebeck ebenso wie regelmäßige Informationsschreiben an jeden Berlebecker Haushalt über die rassistischen, nationalistischen Hintergründe dieser Neonazi-Gruppe, die im Jahr 2009 verboten wurde.

Besonders am Herzen lag ihr der Frauenfeindlichkeit und dem Rassismus gesichert rechtsextremer Parteien etwas entgegen zu setzen und deren Wählerinnen und Wählern die Augen über die Menschenfeindlichkeit der Propaganda zu öffnen.

Sabine Lücke beteiligte sich auch aktiv an der Vorbereitung der Jubiläen des Arbeitskreises (30, 35 und 40 Jahre) mit dem Straßenmusiker „Klaus der Geiger“, Köln oder der Klezmer Band Manavu, Lemgo.

Ihre Diskussionsbeiträge, ihre demokratische Streitkultur, ihr Engagement – auch bei den monatlichen Treffen – werden gerade in Zeiten wie diesen bitter fehlen.

 

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