Stadtrundgang – Detmold in der Nazizeit. Mi. 20.9. um 16.00 Uhr Treffpunkt Theater, Detmold.

In ca. 12 Stationen wird die Nazizeit in Detmold den TeilnehmerInnen des Rundgangs vor Augen geführt – Gebäude, Bilder und Texte erzählen vom Widerstand, von der Verfolgung der Juden, Kommunisten, anderen Gegnern … und von den Tätern … der damaligen Zeit. Heutiger Rassismus, Neonazismus und andere menschenfeindlichkeit kommen zur Sprache – was können wir tun?

Ohne Gebühr – Spenden erwünscht. Dauer: ca.: 2 Std.

Nach Rüstung kommt Krieg – Vortrag am Do. 21.9. um 19.30 Uhr Stadthalle, Rosental (Kleiner Saal, Eingang Schlosspark, Detmold.

Nach Rüstung kommt Krieg

Winfried Wolf, Berlin referiert über den Zusammenhang von Rüstung und Krieg

Auf Einladung des „Antifaschistischen Arbeitskreises Detmold“ hält Winfried Wolf am Donnerstag, 21.9., um 19.30 Uhr  in der Stadthalle in Detmold einen Vortrag über die wachsende Kriegsgefahr und erweiterter bzw. neuer  Bundeswehr-Auslandseinsätze im Rahmen der geplanten Verdopplung der Rüstungsausgaben.

Wolf ist bekannt durch sein Engagement in Friedens- und Antikriegsbewegung. So ist er unter anderem Redakteur der bundesweit verbreiteten „Zeitung gegen den Krieg“ und engagierte sich auch als PDS-Abgeordneter (1994 – 2002) im Bundestag aktiv für den Frieden. So hielt er – zusammen mit den PDS-MdB Jelpke und Lippmann – dem US-Präsidenten Bush während seiner Ansprache im Bundestag im Mai 2002 ein Antikriegstransparent entgegen.

Wolf hält den Nato-Krieg gegen Jugoslawien 1999 und den Irak-Krieg 2003 für geschichtliche Einschnitte: Die Nato und die US-Regierungen sehen erklärtermaßen in Präventivkriegen ein geeignetes Mittel, ihre Herrschaft auszuweiten. Beide Kriege wurden unter Missachtung des Völkerrechtes  und ohne Zustimmung der UNO geführt. Darüber hinaus steht der Irak-Krieg in der Tradition von Kriegen um Öl (z.B. Golfkrieg 1991). Es gibt jedoch hier eine neue Qualität: Mit der direkten Kontrolle über 10 Prozent der weltweiten Ölvorräte kann der Weltmarktpreis von Rohöl kontrolliert werden.

Fakt ist, dass bis zum Jahr 2024 die Rüstungsaufgaben in der Bundesrepublik verdoppelt werden sollen.

Fakt sind die immensen Steigerungen der Rüstungsausgaben in den USA, die noch unter Präsident Obama beschlossen wurden. Fakt ist außerdem, die Steigerung der Nato-Präsenz in Osteuropa. Vor Ort spricht Jona Vytautas Zukas, Oberbefehlshaber der litauischen Armee, Klartext: „Wir schaffen jetzt die Strukturen für die Zeit des Krieges“

 In seiner jüngsten Arbeit („Der Seelentröster. Wie Christopher Clark die Deutschen von der Schuld am Ersten Weltkrieg erlöst“) beschreibt Wolf Parallelen, die es heute mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg gibt.

 Die einzige Kraft, die sich konsequent gegen den weltweiten Kurs auf  Hochrüstung und Krieg stellt, ist die Antikriegsbewegung. Sie hat im Vorfeld des Irak-Kriegs eine Stärke erreicht, die in der jüngeren Geschichte einmalig ist. Die Losung „Eine andere Welt ist möglich“ muss ergänzt werden um die Forderung: eine andere Ökonomie ist nötig.

Winfried Wolf, Dr. phil. ist Autor u.a. von „Eisenbahn und Autowahn“, „Bombengeschäfte, zur politischen Ökonomie des Kosovo-Kriegs“ und „Afghanistan, der Krieg und die neue Weltordnung“, Abgrundtief und Bodenlos – Stuttgart 21 und sein absehbares Scheitern“ und „Der Seelentröster – Wie Christopher Clark die Deutschen von der Schuld am Ersten Weltkrieg erlöst“

Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Autor.

Wer sich weiter aktiv an Friedensaktionen beteiligen möchte ist zu den Treffen des „Antifaschistischen Arbeitskreises Detmold“ montags um 19.30 Uhr in der Richthofen Str. 14 in Detmold herzlich willkommen.

Nächste Treffen: 18.9., 16.10.2017

Beeindruckender Protest gegen AfD-Treffen am 18.4.2017 in Lage!

Mehrere hundert Menschen - neben Mitgliedern des “Antifaschistischen Arbeitskreises Detmold”, Gewerkschafter, Kirchen und Parteienvertreter -  demonstrierten am 18.4.2017 lautstark und bunt gegen ein im Lagenser Schulzentrum stattfindendes Treffen der Rechtspopulisten der AfD.

Wie wenig demokratisch – auch führende Mitglieder -  dieser “NPD light” (Zitat eheamliges AfD Mitglied Henkel) sind, zeigte sich in Lage einmal mehr: Nur Mitglieder mit Eintrittskarte erhielten Zutritt zum Saal und ebenso wurde die örtliche Presse ausgesperrt. Scheinbar hat die Partei so viel Angst vor berechtigter Kritik an nationalistischen und rassistischen Wahlkampfinhalten, dass sie versucht, diese mit allen Mitteln zu unterdrücken.

An diesem Wochenende geht der Protest gegen diese äußerst rechte Partei weiter: Unter dem Schutz von über 4000 Polizisten, Wasserwerfern und Räumgeräten, sowie Reiterstaffeln der Polizei geht der Bundesparteitag der AfD im Kölner Maritim Hotel über die Bühne. Unter den taudenden Gegendemonstranten sind natürlich auch Mitglieder unseres Arbeitskreises.

Stoppt die AfD! Gut besuchter Vortrag mit Andreas Kemper, Soziologe, Münster, 30.3.2017

Andreas Kemper hat neben dem Wahlprogramm auch die Aussagen von führenden Mitgliedern der AFD analysiert.

Beispielsweise sagte Björn Höcke, Sprecher der Thüringer AfD, „Ich meine, dass es in einer freien Gesellschaft möglich sein muss, auch über das 3. Reich unorthodoxe Meinungen zu äußern.“ Mit dieser Aussage scheint Höcke das Naziregime und seine Verbrechen verharmlosen zu wollen und versucht gleichzeitig Nazis zu zeigen, dass sie in seiner Partei willkommen sind.

Beatrix von Storch, die Vorsitzende der Berliner AfD, will den Zutritt von geflüchteten Frauen und Kindern an der Grenze „mit Waffengewalt verhindern“. Sie kämpft mit ihrer „Zivilen Koalition“ seit Jahren aktiv gegen das Recht auf Abtreibung und gegen sexuelle Vielfalt.

Alice Wedel ist Unternehmerin und Mitglied im AfD Bundesvorstand. Sie tritt für eine Privatisierung des Rentensystems, deutliche Erhöhung des Renteneinstiegsalters und für den weitgehenden Abbau des Sozialstaates ein.

Alexander Gauland, AfD Vorsitzender in Brandenburg, gibt sich gerne gemäßigt, ist in Wahrheit aber einer der Strippenzieher des äußerst Rechten Flügels.

Volker Wiemann, einer der Sprecher des Antifaschistischen Arbeitskreises Detmold meint zur AfD: „Eins ist klar: Diese Partei ist keine Alternative für Menschen, die für ein solidarisches Handeln und gegen Rassismus sind. Jeder Angriff der AfD auf Minderheiten ist auch ein Angriff auf eine solidarische und demokratische Gesellschaft, in der alle in Vielfalt und ohne Angst leben können.“

Das ehemalige AfD-Bundesvorstandsmitglied Hans-Olaf Henkel nannte die AfD eine „NPD-Light“ und bereut es heute „ein richtiges Monster geschaffen zu haben“.

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus: Stadtrundgang Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold, 21.3.2017, 17.00 Theater

„Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold“ werden die Teilnehmerinnen an Hand historischer Fotos und an Originalschauplätzen etwas über die Verfolgung von Juden, den Widerstand und das gesellschaftliche Klima damals in Detmold erfahren.

„Gerade angesichts angestiegener neonazistischer Aktivitäten, dem Antisemitismus und der Diskriminierung von Menschen aus anderen Ländern ist es wichtig, sich mit der NS-Zeit hier in Detmold auseinander zu setzen,“ so die Veranstalter, „denn nur wer bereit ist aus der Vergangenheit zu lernen welche mörderischen Folgen die NS-Ideologie gehabt hat, kann heute die gesellschaftliche Bedeutung des Neonazismus richtig beurteilen und so engagiert auf die Gefahren des Neofaschismus aufmerksam machen.“

Der Rundgang informiert darum nicht nur an Hand prägnanter Beispiele über die langsame Ausgrenzung von Juden aus dem gesellschaftlichen Leben in Detmold, über die Ereignisse der Reichspogromnacht, über die Deportationen in die Vernichtungslager, über die Täter, sondern auch über den mutigen Widerstand gegen die Nazipolitik.

Thematisiert werden ebenso das Fortwirken des NS-Gedankenguts in heutigen Neonazi-Gruppen und das von vielen nur mit Erstaunen zur Kenntnis genommene Wirken dieser Gedanken in die „Mitte der Gesellschaft“.

„Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Rassismus ist ein Erinnern an die Vergangenheit besonders notwendig, um für die Zukunft zu lernen“, so Volker Wiemann vom Arbeitskreis.

Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden; Eintritt wird nicht erhoben.

Gut besuchte 35. Geburtstagsfeier mit “Klaus der Geiger” und Tochter Antje von Wrochem aus Köln – Protestsongs kamen im Detmolder “Gugelhupf” gut an

Klaus der Geiger, Straßenmusiker und gern gesehener Gast auf Kundgebungen und Demos, auf einer Bühne – geht das? Und ob! Mit von der Partie: Seine Tochter Antje von Wrochem, Mitglied des Kölner NN-Theaters und ebenfalls Musikerin (Gitarre, Geige). Die beiden brachten nicht nur Protestsongs zur Gehör, sondern auch wunderbare Lieder ohne Gesang für Geige und Gitarre. Der Abend wurde abgerundet mit Straßenmusik – beispielsweise Songs gegen Fremdenfeindlichkeit (Rassismus) und „Pegida“.

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des 35.-jährigen Jubiläums des Arbeitskreises. Und so begrüßte Volker Wiemann – einer der Mitbegründer des Arbeitskreises – zahlreiche interessierte Gäste. In einem kurzen Redebeitrag ließ er die vergangenen Jahre Revue passieren – auf dieser Homepage lassen sich die vielfältigen Aktivitäten nur erahnen.

Auf Grund eines Missverständnisses wurden leider keine Sketche nach Karl Valentin vorgetragen – wir bitten dies zu entschuldigen.

Gut besuchter Vortrag zu Nazirockmusik, Rassismus und Gewalttaten – Die Neonazi-Szene – hier und bundesweit.

Jetzt Neonazis, AFD und Pegida entgegen treten!

Mindestens 10 Menschen hat die Terrorgruppe “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) ermordet. Diese schockierende Erkenntnis weckte Ängste und schaffte eine große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit: Kann so etwas auch in Ostwestfalen-Lippe passieren? Gibt es auch hier Neonazis und feste Strukturen?

In OWL und auch in Detmold gibt es so genannte „alte Kader“, die seit über 20 Jahren in der Szene aktiv sind und auch schon mit Sprengstoff hantiert haben, es gibt neonazistische Rock-Bands und Rapper, es gibt ein Netzwerk von Neonazis. Junge Menschen werden über eine neonazistisch geprägte Lebenswelt an den organisierten Neonazismus herangeführt.

Leider schreckte diese Szene – genauso wie bundesweit zu beobachten -  auch vor Gewalttaten nicht zurück: neben Anschlägen, darunter auch Brandsätze, gegen das Kulturzentrum alte Pauline, gewalttätige Überfälle auf dies Jugend- und Kommunikationszentrum und seine Besucher sowie zahlreiche Hakenkreuz- und andere Schmierereien, ist besonders die Zerstörung vieler Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof und eine Handgranatenübung zu nennen.

Neben einem immer wieder stark ausgeprägten Antisemitismus – zu nennen sind hier beispielsweise Veröffentlichungen, die den Holocaust leugnen – gibt es Aktivitäten die vom Rassismus gegen Sinti und Roma geprägt sind: So konnten im Jahr 2012 neonazistisch geprägte Jugendliche eine Sintifamilie aus Detmold-Pivitsheide vertreiben – ein Skandal angesichts der Vernichtungspolitik gegen diese Opfergruppe in der NS-Zeit.

Gerade in letzter Zeit kommt es in Lippe immer wieder zu Anschlägen – auch Brandanschlägen – auf Flüchtlingswohnheime; bundesweit wurden im letzten Jahr über 1000 Anschläge gezählt – eine Vervielfachung gegenüber dem Vorjahr! Das ist Ausdruck eines anwachsenden Rassismus zu dem auch Parteien wie die AFD beitragen.

Was kann man tun – was müssen wir tun, um solch antidemokratisches Gedankengut zu stoppen? Diese Frage ist gerade angesichts des Detmolder Auschwitzprozesses aktueller denn je.

Zu der Veranstaltung hatte der Antifaschistische Arbeitskreis Detmold in Kooperation mit der „alten Pauline“ eingeladen.

Eine Veranstaltung im Jubiläumsjahr: 35 Jahre Antifaschistischer Arbeitskreis Detmold

Erfolgreiche Protestaktion gegen Aufmarsch von Neonazis und Rechtspopulisten am Sa. 27.2. am Detmolder Bahnhof

Bunte und vielfältige Aktion gegen geplante rassistische Demo

Der „Antifaschistische Arbeitskreis Detmold“ hatte zusammen mit einigen anderen Gruppen und Organisationen anlässlich des Aufmarsches eines obskuren „lippischen Bündnisses(Vereinigte Bürgerwehren“)“ aufgerufen, mit bunten und vielfältigen Aktionen deutlich zu machen, dass Flüchtlinge in Detmold willkommen sind. Viele Detmolder versammelten sich darum vor dem Bahnhof, um deutlich zu machen, für Rassisten gibt es keinen Platz in Detmold. Eine lächerlich geringe Menge von ewig Gestrigen versammelte sich z.T. unter lauten Protestrufen vorm Bahnhof; angesichts ihrer kläglich kleinen Gruppe, verzichteten sie dann auf eine Demo.

Wir sind solidarisch mit allen in Detmold lebenden Migranten und besonders mit den Menschen, die vor Bürgerkriegen, Folter und politischer Verfolgung fliehen mussten,  so Volker Wiemann vom Arbeitskreis.

Viele Detmolder Bürgerinnen und Bürger haben sich damit eindeutig positioniert und sich schützend vor die Flüchtlinge gestellt, denn die Demo war zur Erstaufnahmeeinrichtung in Innenstradtnähe geplant gewesen. “Nur mit unserem solidarischen Verhalten und mit entschiedenem Protest gegen solche Aufmärsche können wir deutlich machen, dass wir Rassismus als menschenverachtende Ideologie ablehnen”, so Volker Wiemann abschließend.

Filmveranstaltung zum Thema ” Auschwitz – Niemals vergessen!” stieß auf gute Resonanz

Mit Unterstützung der Wählerinitiative “Detmolder Alternative” hatte der Arbeitskreis zu einer Filmveranstaltung eingeladen;  gezeigt wurde ein Dokumentarfilm über den Lüneburger Auschwitz-Prozess im Jahre 2015 und Ausschnitte einer Doku über das Vernichtungslager Auschwitz, in dem die Nazis mehr als eine Million Menschen ermordet haben. Gefragt wurde auch nach den Lehren, die aus diesen unvorstellbaren Verbrechen für heute gezogen werden müssen.

So. 14.2. 15.00 – 17.00 Uhr : Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold – ein etwas anderer Stadtrundgang (siehe Termine!).

Auschwitz-Prozess ab 11. Februar in Detmold

Gegen den 94-jährigen Reinhold Hanning, ehemaligen SS-Mann aus Lage, wird ab Februar vor dem Detmolder Landgericht wegen 170.000-facher Beihilfe zum Mord im KZ Auschwitz verhandelt. Zahlreiche Nebenkläger, die entweder ehemalige Opfer oder deren Angehörige vertreten, werden ebenfalls anwesend seien. Da gerade von den Zeugen und den Nebenklägern zu erwarten ist, dass diese eindrucksvoll von der Auschwitzer Mordmaschinerie berichten werden, ist es für alle Interessierten eine einmalige Chance.

Für ZuschauerInnen gibt es nur 60 Plätze – weitere 60 Plätze sind für die Presse (auch internationale) reserviert. Auf Grund der geringen Kapazität des Landgerichtssaal findet die Verhandlung (nur zwei Stunden pro Tag von 10.00 – 12.00 Uhr) in den Räumen der IHK Leonardo-da-Vinci-Weg 2 statt; es empfiehlt sich dabei, rechtzeitig anwesend zu sein. (Handys und andere technische Geräte sind im Saal nicht erlaubt!)

Die Termine sind: Februar: 11., 12., 18.,  19., 26.     Im März: 11., 18.     Im April: 6., 15., 22., 29.  und 20. Mai

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