Erfolgreiche Protestaktion gegen Aufmarsch von Neonazis und Rechtspopulisten am Sa. 27.2. am Detmolder Bahnhof

Bunte und vielfältige Aktion gegen geplante rassistische Demo

Der „Antifaschistische Arbeitskreis Detmold“ hatte zusammen mit einigen anderen Gruppen und Organisationen anlässlich des Aufmarsches eines obskuren „lippischen Bündnisses(Vereinigte Bürgerwehren“)“ aufgerufen, mit bunten und vielfältigen Aktionen deutlich zu machen, dass Flüchtlinge in Detmold willkommen sind. Viele Detmolder versammelten sich darum vor dem Bahnhof, um deutlich zu machen, für Rassisten gibt es keinen Platz in Detmold. Eine lächerlich geringe Menge von ewig Gestrigen versammelte sich z.T. unter lauten Protestrufen vorm Bahnhof; angesichts ihrer kläglich kleinen Gruppe, verzichteten sie dann auf eine Demo.

Wir sind solidarisch mit allen in Detmold lebenden Migranten und besonders mit den Menschen, die vor Bürgerkriegen, Folter und politischer Verfolgung fliehen mussten,  so Volker Wiemann vom Arbeitskreis.

Viele Detmolder Bürgerinnen und Bürger haben sich damit eindeutig positioniert und sich schützend vor die Flüchtlinge gestellt, denn die Demo war zur Erstaufnahmeeinrichtung in Innenstradtnähe geplant gewesen. “Nur mit unserem solidarischen Verhalten und mit entschiedenem Protest gegen solche Aufmärsche können wir deutlich machen, dass wir Rassismus als menschenverachtende Ideologie ablehnen”, so Volker Wiemann abschließend.

Filmveranstaltung zum Thema ” Auschwitz – Niemals vergessen!” stieß auf gute Resonanz

Mit Unterstützung der Wählerinitiative “Detmolder Alternative” hatte der Arbeitskreis zu einer Filmveranstaltung eingeladen;  gezeigt wurde ein Dokumentarfilm über den Lüneburger Auschwitz-Prozess im Jahre 2015 und Ausschnitte einer Doku über das Vernichtungslager Auschwitz, in dem die Nazis mehr als eine Million Menschen ermordet haben. Gefragt wurde auch nach den Lehren, die aus diesen unvorstellbaren Verbrechen für heute gezogen werden müssen.

So. 14.2. 15.00 – 17.00 Uhr : Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold – ein etwas anderer Stadtrundgang (siehe Termine!).

Auschwitz-Prozess ab 11. Februar in Detmold

Gegen den 94-jährigen Reinhold Hanning, ehemaligen SS-Mann aus Lage, wird ab Februar vor dem Detmolder Landgericht wegen 170.000-facher Beihilfe zum Mord im KZ Auschwitz verhandelt. Zahlreiche Nebenkläger, die entweder ehemalige Opfer oder deren Angehörige vertreten, werden ebenfalls anwesend seien. Da gerade von den Zeugen und den Nebenklägern zu erwarten ist, dass diese eindrucksvoll von der Auschwitzer Mordmaschinerie berichten werden, ist es für alle Interessierten eine einmalige Chance.

Für ZuschauerInnen gibt es nur 60 Plätze – weitere 60 Plätze sind für die Presse (auch internationale) reserviert. Auf Grund der geringen Kapazität des Landgerichtssaal findet die Verhandlung (nur zwei Stunden pro Tag von 10.00 – 12.00 Uhr) in den Räumen der IHK Leonardo-da-Vinci-Weg 2 statt; es empfiehlt sich dabei, rechtzeitig anwesend zu sein. (Handys und andere technische Geräte sind im Saal nicht erlaubt!)

Die Termine sind: Februar: 11., 12., 18.,  19., 26.     Im März: 11., 18.     Im April: 6., 15., 22., 29.  und 20. Mai

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Was tun gegen Rassismus im Alltag?

Der Vortrag und die anschließende Diskussionveranstaltung mit der kompetenten Referentin vom Antirassismus-Informations-Centrum aus Duisburg Ingeborg Steinmann-Berns war gut besucht und zeigte an Hand vieler interessanter Beispiele, wie man erfolgreich im Alltag Rassismus begegnen kann.

In dem „Aufruf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, der von vielen hundert Menschen aus Lippe unterzeichnet wurde, heißt es u.a.:

„Wir sind wütend und traurig über zunehmenden Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wie er sich zum Beispiel in den zahlreichen Brandanschlägen auf Flüchtlingswohnheime und in der so genannten Pegida-Bewegung äußert.  Wir alle sind aufgefordert, Verantwortung für das Schicksal  von Einwanderinnen,  Einwanderern und Flüchtlingen in unserer Mitte zu übernehmen.“ 

Wo sich Vorurteile gegen Menschen richten, nur weil sie EinwanderInnen und Flüchtlinge sind, wird die Würde dieser Menschen verletzt. Wie schnell fremdenfeindliches, rassistisches Gedankengut in Gewalt gegen Menschen umschlagen kann, zeigen die Brandanschläge auf Flüchtlingswohnheime  in den letzten Jahren. Wir alle sind mitverantwortlich, wenn menschenfeindliche Ideen sich weiter ausbreiten können. Wir nehmen das Menschenrecht in Artikel eins Grundgesetz ernst „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.  Gegenüber den verfolgten Menschen erklären wir uns bereit, sie jederzeit vor Angriffen und Diskriminierungen zu schützen.

Der Vortrag bot die Möglichkeit, sich kritisch mit der eigenen Erziehung auseinanderzusetzen, die oft unbemerkt geprägt war von rassistischen Elementen und Vorurteilen; gleichzeitig eröffnet sich die Chance unser Wissen über Menschen anderer Hautfarbe und deren Alltagserfahrungen mit Rassismus in der bundesdeutschen Gesellschaft zu erweitern. „Wir hoffen mit diesem Vortrag viele Menschen motivieren zu können, nicht mehr schweigend Rassismus zu dulden, sondern im Alltag auch etwas zu tun“, so Volker Wiemann vom Antifaschistischen Arbeitskreis Detmold zum Ziel der Veranstaltung.

Wir richten uns gegen jede Art von Fremdenfeindlichkeit im Alltag. Dabei geht es nicht nur um das in der Erziehung vermittelte Bild  von Menschen mit schwarzer Hautfarbe, sondern auch um Rassismus als Mittel, um Macht auszuüben und den alltäglichen Rassismus in der Bundesrepublik. Auch heute noch ist beispielsweise das weiße Bild von schwarzen Menschen sehr vorurteilsbehaftet. Auch heute gibt es – leider – immer wieder z.B. auch an Stammtischen rassistische Parolen, denen wir Einhalt gebieten müssen.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der “Detmolder Alternative” – WählerInneninitiative im Rat der Stadt Detmold

Literaturtips: Regina Riepe: Du schwarz – ich weiss; Klaus Hufer: Argumentationshilfen gegen Stammtischparolen.

Nazirock und Neonazis in Lage Ehlenbruch gestoppt!

Jetzt ist es offiziell: Die Neonazis haben auf grund der großen Proteste und der von vielen BürgerInnen durchgeführten Beobachtungen, die öffentlich gemacht wurden, schon nach 1,5 Jahren aufgegeben! Wir haben als Arbeitskreis uns bei den Protesten und dem Widerstand engagiert und freuen uns, dass die Neonazis das Haus verkauft haben!

Es zeigt sich: Nur große öffentliche Proteste und Widerstand gegen antidemokratische Bestrebungen führen letztlich zum Erfolg!

Undercover unter Neonazis – Filmveranstaltung mit Regisseur Peter Ohlendorf, Freiburg. Do. 18.6. um 19.30 Uhr in der Aula des Schulzentrums Werreanger, Lage, Breite Str.

Stoppt die Neonazis und den Rechtsrock in Lage-Ehlenbruch!

Seit letztem Jahr ist bekannt, dass die so genannte Road Crew OWL den ehemaligen Bahnhof in Ehlenbruch erworben hat; diese Gruppe hat dort, genauso wie in der Vergangenheit schon an anderen Orten, ein Rechtsrockkonzert organisiert. Aus vielen Veröffentlichungen unter anderem auch durch den Film “Blut muss fließen …Undercover bei Nazirockkonzerten” ist bekannt, dass nicht nur rassistische und volksverhetzende Texte durch die dort auftretende Bands verbreitet werden, sondern ebenso durch Zuschauer Hitlergrüsse gezeigt und antisemitische Texte gerufen werden. Ebenso ist bekannt, dass durch solche Konzerte aufgehetzt, es in der Vergangenheit nach diesen Konzerten zu Überfällen von Konzertbesuchern auf Migranten gekommen ist.

Wir sind der Meinung, dass wir nicht zu gucken dürfen, wie sich dort ein auch überregionaler Treffpunkt etabliert, der regelmäßig von Neonazis und anderen äußerst Rechten besucht wird. Der Rat der der Stadt Lage hat sich darum einstimmig gegen solche Aktivitäten aus gesprochen. Die Zivilgesellschaft muss aufstehen, um sich den Neonazis entgegen zu stellen. Engagieren kann man sich in der „Initiative gegen Neonazis im Bahnhof Ehlenbruch“ (Kontakt: initiative_ehlenbruch@gmx.de)

Zum Film: „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ ist ein Dokumentarfilm und Buch über das konspirative Milieu von Rechtsrock-Konzerten. Der Film basiert auf einer neunjährigen verdeckten Filmrecherche des Journalisten Thomas Kuban auf Nazi-Konzerten, die die extreme Gewaltbereitschaft, Rassismus,  und Antisemitismus darstellt.

Viele Konzerte werden durch das verbotene Netzwerk “Blood and Honour”, Division 28, aber auch der NPD und deren Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten organisiert, bei welchen es zum Teil zu Straftaten, meist Volksverhetzung, kommt.

Als Rahmenhandlung werden die verdeckten Dreharbeiten und gesellschaftlichen und politischen Hintergründe dokumentiert. Der Film kritisiert auch Sicherheitsbehörden, die selten einschreiten, und politische Relativierung von Rechtsrock, stellt aber ebenso Bürgerinitiativen vor, die sich erfolgreich gegen Rechtsrock gewehrt haben.

„Blut muss fließen“ wurde privat vorfinanziert und von keiner Filmförderung oder Fernsehanstalt unterstützt. Der Film wurde auf der Berlinale 2012 gezeigt und erhielt den 2. Preis des Alternativen Medienpreises 2012.

Zu der Veranstaltung laden ein: Antifaschistischer Arbeitskreis Detmold und die Stadt Lage

Stadtrundgang auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Zu einem etwas anderen Stadtrundgang in Detmold lud der „Antifaschistische Arbeitskreis Detmold“ ein. „Auf den Spuren der NS-Zeit in Detmold“ erfuhren die Teilnehmerinnen an Hand historischer Fotos und an Originalschauplätzen etwas über die Verfolgung von Juden, den Widerstand und das gesellschaftliche Klima damals in Detmold.

„Gerade angesichts angestiegener neonazistischer Aktivitäten z.B. um den neuen Treffpunkt im Bahnhof in Lage-Ehlenbruch, dem Antisemitismus und der Diskriminierung von Flüchtlingen ist es wichtig, sich mit der NS-Zeit hier in Detmold auseinander zu setzen, denn nur wer bereit ist aus der Vergangenheit zu lernen welche mörderischen Folgen die NS-Ideologie gehabt hat, kann heute die gesellschaftliche Bedeutung des Neonazismus richtig beurteilen und so engagiert auf die Gefahren des Neofaschismus aufmerksam machen.“

Der Rundgang informierte darum nicht nur an Hand prägnanter Beispiele über die langsame Ausgrenzung von Juden aus dem gesellschaftlichen Leben in Detmold, über die Ereignisse der Reichspogromnacht, über die Deportationen in die Vernichtungslager, über die Täter, sondern auch über den mutigen Widerstand gegen die Nazipolitik.

Thematisiert wurden ebenso das Fortwirken des NS-Gedankenguts in heutigen Neonazi-Gruppen und das von vielen nur mit Erstaunen zur Kenntnis genommene Wirken dieser Gedanken in die „Mitte der Gesellschaft“.

Zu jeweils drei historischen Daten (Antirassismustag, Tag der Befreiung und Antikriegstag) finden die Stadtrundgänge statt – auf Nachfrage auch für Gruppen besonders gern für Jugendgruppen und Schulklassen – Siehe Rubrik Stadtrundgänge! Der Rundgang dauert etwa zwei Stunden; Eintritt wird nicht erhoben.

Wer sich im Arbeitskreis engagieren und mitarbeiten möchte ist alle vierzehn Tage Montags herzlich willkommen. Treffen: Siehe Kalender.

Zwischen Abgrund und Aufbruch – Antisemitismus, Vorurteile im Fußball … und was man dagegen tun kann. Gut besuchter Vortrag mit Ronny Blaschke, Journalist, Autor, Berlin.

Für die Bundesrepublik ist 2015 ein besonderes Jahr. Die Befreiung von Auschwitz und das Ende des Zweiten Weltkrieges liegen siebzig Jahre zurück. Doch noch immer leben antisemitische Vorurteile in der Gesellschaft fort. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung glauben mehr als 15 Prozent der Befragten, dass Juden in der Bundesrepublik zu viel Einfluss hätten. Wie äußern sich diese Klischees im Fußball? Immer wieder sagen Funktionäre: Der Antisemitismus in den Stadien sei verschwunden. Ronny Blaschke beschreibt eine andere Wahrnehmung: Der Berliner Journalist machte anhand vieler Vorfälle aus jüngerer Vergangenheit deutlich, wie sich die Judenfeindschaft im Fußball gewandelt und verlagert hat – verschwunden war sie nie. Blaschke klärte über Hintergründe auf – und nannte Beispiele, wie das Medium Fußball gegen Antisemitismus genutzt werden kann: 2015 werden die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland fünfzig Jahre alt. Noch bevor sich Politiker die Hände reichten, hatte es einen Austausch zwischen Fußballern aus beiden Ländern gegeben – der Sport hat bis heute hunderte Partnerschaften ermöglicht, zwischen Schulen oder Universitäten. Auch deshalb finden in diesem Sommer erstmals die Europäischen Makkabi-Spiele in Berlin statt. Wo Hitler bei Olympia 1936 sein Regime bejubeln ließ, werden nun mehr als 2000 jüdische Athleten ihre Wettkämpfe austragen. Ronny Blaschke stellte die jüdische Sportbewegung vor – zwischen Abgrund und Aufbruch.

Vita: Der Journalist Ronny Blaschke beleuchtet seit gut einem Jahrzehnt die gesellschaftlichen Hintergründe des Sports. Er beschreibt vor allem Gewalt und Menschenfeindlichkeit im Fußball: unter anderem für das Deutschlandradio, die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Mit seinem Buch „Versteckspieler – Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban“ löste er eine intensive Debatte über Homophobie aus. Mit „Angriff von Rechtsaußen – Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“ bestritt er rund 200 Vorträge: in Fanprojekten, Schulen, Jugendtreffs. Für seine Arbeit wurde Blaschke mehrfach ausgezeichnet, z. B. 2013 mit dem Julius-Hirsch-Ehrenpreis des DFB. 

Erfolgreiche Demonstration am 7.2.: Detmold bleibt bunt! Stoppt Pegida/Rassismus! Flüchtlinge willkommen!

Auf Initiative des “Antifaschistischen Arbeitskreises Detmold” fand jetzt auch in Detmold eine Aktion gegen den Rassismus der Pegida statt. Beginn der Kundgebung war um „Fünf vor Zwölf“. Mit der ungewöhnlichen Uhrzeit wurde deutlich gemacht, dass es höchste Zeit ist, der sich oft islamfeindlich und rassistisch gebenden Pegida-Bewegung entschiedenen, demokratischen Widerstand entgegen zu setzen. “Wir freuen uns über diese gelungene, bunte Aktion”, so Volker Wiemann vom Arbeitskreis. Es geht darum klar zu stellen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in einem bunten Detmold keinen Platz haben. Jeder von uns ist gefordert, sich dem menschenfeindlichen Gedankengut des Rassismus entgegen zu stellen und Flüchtlingen in Detmold weiterhin zu signalisieren – ihr seid in Detmold willkommen! Aus diesem Grunde sammelt der Arbeitskreis auch weiterhin Unterschriften unter den von vielen hundert Menschen unterzeichneten Aufruf gegen Rassismus, den wir im folgenden dokumentieren – über weitere UnterstützerInnen über unseren E-mail Kontakt freuen wir uns!  kontakt@antifa-detmold.de

Detmolder Aufruf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Wir Detmolderinnen und Detmolder sind wütend und traurig über zunehmenden Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wie er sich zum Beispiel in der so genannten Pegida-Bewegung äußert.  Wir alle sind aufgefordert, Verantwortung für das Schicksal  von Einwanderin­nen,  Einwanderern und Flüchtlingen in unserer Mitte zu übernehmen.

Wo sich Gewalt gegen Menschen richtet, nur weil sie EinwanderInnen und Flüchtlinge sind, wird die Würde dieser Menschen verletzt. Wie schnell fremdenfeindliches, rassistisches Gedankengut in Gewalt gegen Menschen umschlagen kann, zeigen Gewalttaten  in den letzten Jahren. Wir alle sind mitverantwortlich, wenn menschenfeindliches Gedankengut sich weiter ausbreiten kann. Wir nehmen das Menschenrecht in Artikel eins Grundgesetz ernst „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.  Gegenüber den verfolgten Menschen erklären wir uns bereit, sie jederzeit vor Angriffen und Diskriminierungen zu schützen. Wir erklären darum jeder/jede für sich:

Gegen Nazis und Rassisten – Ich greife ein!

Wir richten uns gegen jede Art von Fremdenfeindlichkeit im Alltag. Dazu gehört auch unsere Unterstützung von Aktivitäten gegen Neonazis, die NPD oder die AfD; immer wieder äußern sich besonders Mitglieder dieser Gruppen fremdenfeindlich oder rassistisch. Wir unterstützen darum eine Informationskampagne gegen diese Gruppen und wirken aufklärend in unserem Freundes- oder Bekanntenkreis.

Gemeinsam können wir die Nazigruppen stoppen.

Wir Detmolderinnen und Detmolder wollen, dass Menschen, die bei uns Zuflucht suchen vor Bürgerkrieg, Terror, Hunger und Verfolgung, hier unter menschenwürdigen Lebensbedingungen und in Sicherheit leben können. Dazu gehört auch, dass Flüchtlinge nicht an der Grenze zurückgewiesen werden, sie ein faires Asylverfahren bekommen und in menschenwürdigen Häusern leben können. Wir wenden uns  auf Grundlage der Genfer Flüchtlingskonvention gegen Abschiebungen in Länder, in denen Flüchtlinge an Leib, Leben oder Freiheit gefährdet sind. Wir setzen uns ein für einen

Abschiebeschutz für gefährdete Flüchtlinge.

    Wer sich öffentlich zur Flüchtlingspolitik äußert, muss die Folgen mitbedenken. Wir fordern dazu auf, Worte wie “Asylantenflut”, “Ausländerschwemme”, “Aussiedlerstrom” nicht zu benutzen.

          Es geht um Menschen – nicht um eine Naturkatastrophe!

Viele Menschen leiden  unter Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit und wachsender Armut. Die Schwierigkeiten bei der Lösung dieser sozialen Probleme dürfen nicht dazu führen, dass wir EinwanderInnen und Flüchtlinge für diese Probleme verantwortlich machen und unsere Augen vor der Not anderer verschließen.

 Dies ist die Welt aller Menschen!

Wir Detmolderinnen und Detmolder möchten auf Flüchtlinge zugehen, z.B. nehmen wir sie auf  in Vereinen, Gruppen und Veranstaltungen oder, wo uns dies allein nicht möglich ist, machen wir diesen Schritt gemeinsam mit anderen bzw. unterstützen beispielsweise Kirchengemeinden dabei. Gemeinsam mit Flüchtlingen und EinwanderInnen setzen wir uns ein für die Verwirklichung des Menschenrechtes in Artikel drei Grundgesetz:

“Niemand darf wegen…seiner Heimat und Herkunft…benachteiligt…werden.”

Wir Detmolderinnen und Detmolder wollen aktiv gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorgehen.

Stoppt den Rechtsrock in Lage-Ehlenbruch!

Seit kurzem ist bekannt, dass die so genannte Road Crew OWL den ehemaligen Bahnhof in Lage-Ehlenbruch erworben hat; diese Gruppe hat dort, genauso wie in der Vergangenheit schon an anderen Orten, ein Rechtsrockkonzert organisiert. Aus vielen Veröffentlichungen unter anderem auch durch den Film “Blut muss fließen …Undercover bei Nazirockkonzerten” ist bekannt, dass nicht nur rassistische und volksverhetzende Texte durch die dort auftretende Bands verbreitet werden, sondern ebenso durch die Zuschauer Hitlergrüsse gezeigt und antisemitische Texte gerufen werden. Ebenso ist bekannt, dass durch solche Konzerte aufgehetzt, es in der Vergangenheit nach solchen Konzerten zu Überfällen von Konzertbesuchern auf Migranten gekommen ist.

Wir sind darum der Meinung, dass wir nicht zu gucken dürfen, wie sich dort ein Treffpunkt etabliert, der regelmäßig von Neonazis und anderen äußerst Rechten besucht wird. Die Zivilgesellschaft muss darum aufstehen, um sich diesem Treiben entgegen zu stellen.

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